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Firmenwagen: Was müssen Arbeitnehmer beachten?

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Fahrtenbuch gewissenhaft führen

Falls der Firmenwagen ausschließlich betrieblich genutzt wird, ist kein Fahrtenbuch notwendig. Sofern der Arbeitgeber jedoch auch die Privatnutzung des Dienstwagens erlaubt, empfiehlt sich in jedem Fall ein Fahrtenbuch zum Nachweis aller getätigten Fahrten. Wird die private Nutzung des Firmenautos nach der zweiten Methode versteuert, sind Arbeitnehmer ohnehin zum Führen eines Fahrtenbuches verpflichtet, um die entsprechenden Dienstfahrten sowie den etwaigen privaten Anteil belegen zu können. Um die Vollständigkeit zu gewährleisten, muss bei der Wahl dieser Methode das Fahrtenbuch vom Beginn des betreffenden Jahres an geführt werden.

Ein Verzicht auf das Fahrtenbuch kann gegebenenfalls teuer werden, da das Finanzamt ohne Nachweis durch entsprechende Einträge ins Fahrtenbuch automatisch von einer privaten Nutzung des Firmenwagens ausgeht. Dies geht aus den Urteilen des Bundesfinanzhofes hervor, welche in einem Artikel der Deutschen Handwerks-Zeitung nachzulesen sind. Und diese unterstellte Privatnutzung muss pauschal nach der Ein-Prozent-Methode versteuert werden, wenn dem Finanzamt nicht anhand des Fahrtenbuchs das Gegenteil bewiesen wird.

Zur vollständigen Dokumentation der Fahrten mit dem Fahrtenbuch gehören diese Angaben zwingend dazu:

  • Datum der Fahrt
  • Uhrzeiten der gesamten Fahrtzeit
  • genaue Fahrstrecke
  • Reisezweck (Name des Kunden, Bezeichnung der betrieblichen Fahrt oder Angabe einer privaten Nutzung)
  • Kilometerstand zu Beginn und zum Ende der Fahrt, insgesamt gefahrene Kilometer

Aus der Angabe beim Reisezweck sollte am besten eindeutig hervorgehen, ob es sich um eine betriebliche oder private Fahrt handelt.

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