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Fertighaus oder Individualhausbau – was ist besser?

Zahlreiche Menschen träumen vom eigenen Haus. Ein Heim im Grünen, mit Garten und viel Platz erscheint wie die perfekte Wohnform. Um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen, greifen die Deutschen immer öfter auf Fertighäuser zurück. Doch bietet diese Bauform wirklich die häufig gewünschte Individualität? Oder ist es sinnvoller, mit einem Bauleiter individuell zu bauen? Welche Bauform die Bessere ist, klärt dieser Beitrag.

Hausbau
Ein Fertighaus wird direkt auf dem Grundstück aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt.

Den Traum vom Eigenheim verwirklichen

Die Zahl der Eigenheimbesitzer ist in den letzten 20 Jahren stetig angestiegen. In allen Bundesländern gibt es, gemessen an der Einwohnerzahl, zahlreiche Hausbesitzer. Hier zeigt sich: Je ländlicher die Gegend ist, desto mehr Menschen haben im Verhältnis ein eigenes Haus. Als Vorreiter zeigen sich das Saarland mit fast 65 Prozent, gefolgt von Rheinland-Pfalz (58 Prozent) und Niedersachsen (54 Prozent). Das Schlusslicht bilden Berlin (17 Prozent) und Hamburg (24 Prozent). Die Daten von Statista beziehen sich dabei auf das Jahr 2018.

Wer also vom eigenen Haus träumt, ist in guter Gesellschaft. Und oft scheint der Weg überaus einfach zu sein: Zunächst wird nach einem passenden Grundstück gesucht, dass groß genug und für den Bau eines Wohngebäudes vorgesehen ist. Ist das Grundstück dann gekauft, müssen die Eigentümer Baugenehmigungen einholen und den Bau des Hauses planen und vorbereiten. Hier stellt sich nun die vieles entscheidende Frage: Fertighaus oder nicht?

Das Fertighaus verbindet wenig Aufwand mit schnellen Ergebnissen

Die Besonderheiten eines Fertighauses liegen auf der Hand: Es werden vorgefertigte Bauteile am Grundstück angeliefert, die dann vor Ort zusammengebaut werden. Der große Vorteil dabei ist, dass der Bau verhältnismäßig zügig vonstatten geht. Bereits nach wenigen Wochen ist das neue Heim bezugsfertig, sodass die Eigentümer nicht lange warten müssen, um ihren Traum zu leben. Dennoch gilt es, beim Fertighausbau einiges zu beachten. Dazu gehört, dass das Haus zu den individuellen Ansprüchen passen muss. Auf dem Markt gibt es viele Anbieter von Fertighäusern, deren Qualität und Service sich stark unterscheiden. Hier ist es ratsam, sich im Vorfeld genau zu informieren und sich möglichst viel Informationsmaterial zukommen zu lassen. So können Familien feststellen, was für ein Haus sie sich wünschen und danach den perfekten Partner auswählen. Beim Fertighaus bauen mit Bien Zenker können Kunden beispielsweise aus verschiedenen Haustypen wählen. Ob Doppelhaushälfte, Einfamilienhaus oder Mehrgenerationenhaus – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Insgesamt ist es ratsam, einen Anbieter zu wählen, der viele Individualisierungsmöglichkeiten bietet. So können die zukünftigen Bewohner genau entscheiden, wie sie leben wollen. Entgegen vieler Vorurteile sind Fertighäuser keine Katalogware, die nicht zu verändern ist. Stattdessen sind die meisten Fertighäuser heutzutage so individuell wie ihre Bewohner. Dabei achten die Hersteller nicht selten zudem auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Kunden sich nicht mit verschiedenen Gewerken auseinandersetzen müssen. Beim Fertighausbau liegen alle Fäden in einer Hand. Das bedeutet allerdings, dass der Bauherr, also der Grundstücksbesitzer und Hauskäufer, keine Gelegenheit hat, selbst am Haus zu arbeiten. Stattdessen kümmert sich der Hausbauer um alles.

Hausbau
Wer beim Hausbau selbst mithelfen möchte, sollte auf ein Fertighaus verzichten. Die Individualbauweise eignet sich hier besser.
Für mehr Individualität von Null beginnen

Wer sehr individuell ist, setzt gern auf einen individuellen Bau. Vor allem Grundstücksbesitzer mit einer bestimmten Vision oder Vorstellung werden beim Fertighaus nicht unbedingt fündig. Hier lohnt es sich also, das Haus individuell bauen zu lassen und sich so alle Wünsche erfüllen zu können. Dabei ist der Einsatz eines Bauleiters nach Paragraf 56 Musterbauordnung ratsam. Diese Person kümmert sich um die gesamte Koordination der Baustelle. Das betrifft unter anderem folgende Fragen:

  • Welches Gewerk erledigt wann welche Arbeiten?
  • Wird der Arbeitsschutz eingehalten?
  • Wird der Zeitplan eingehalten?

Auch bei Problemen ist die Bauleitung der erste Ansprechpartner. So laufen auch hier alle Fäden zusammen. Anders als beim Fertighaus hat der Bauherr aber die Möglichkeit, sich die Unternehmen selbst auszusuchen und einige Arbeiten selbst zu erledigen. Das heißt, dass der Bauherr Geld einsparen kann.

Die Individualbauweise lohnt sich vor allem bei extravaganten und unüblichen Wünschen. Fertighäuser bieten zwar viel Gestaltungsspielraum, dennoch gibt es Grenzen. Wer selbst entwirft und baut muss sich ausschließlich den Gesetzen der Statik beugen. Wer individuell baut, muss damit rechnen, dass das Haus nicht innerhalb einiger Wochen fertiggestellt ist. Stattdessen kann sich der Bau über mehrere Monate hinziehen. Dies ist definitiv ein Punkt, den Bauherren beachten müssen.

Hausbau
Mit einem Fertighaus können Familien ihren Traum vom eigenen Heim schnell und kostengünstig verwirklichen.
Fazit: unterschiedliche Anforderungen und verschiedene Möglichkeiten

Grundsätzlich bieten beide Bauweisen Vor- und Nachteile. Während das Fertighaus schnell fertiggestellt ist, können Bauherren beim Individualbau mehr selbst machen. Der Gestaltungsspielraum bei Grundriss und Haustechnik ist nahezu identisch, beim Individualbau bestehen möglicherweise größere Freiheiten. Beim Innenausbau sind Bauherren jederzeit flexibel und können das Haus an ihre Bedürfnisse anpassen. Auch was spätere Veränderungen und Anpassungen angeht, stehen Fertighäuser den selbst gebauten Kollegen in nichts nach.

Für viele Menschen ist der Preis ein wichtiges Kriterium. Firmen, die Fertighäuser bauen, arbeiten in der Regel immer mit den gleichen Partnern zusammen. So können sie günstige Preise für das Gesamtpaket anbieten. Kunden sollten in jedem Fall Preise vergleichen. Es ist möglich, ein sehr günstiges Eigenheim zu erstehen. Wer selbst Verträge mit einzelnen Firmen abschließt, muss nicht selten mehr zahlen. Auf der anderen Seite haben Bauherren hier vielfältige Möglichkeiten, die Preise verschiedener Firmen zu vergleichen. Außerdem können sie, wenn sie handwerklich begabt sind, verschiedene Aufgaben selbst übernehmen und so Kosten sparen. Wichtig ist, dass der Preis nicht das einzige Kriterium ist, das entscheidet. Die Qualität der ausgeführten Arbeiten sollte in jedem Fall erstklassig sein, denn der Bauherr möchte später schließlich in dem Haus leben.

Jeder Bauherr muss selbst entscheiden, wie viel er selbst beim Hausbau machen möchte. Welche Entscheidungen will er selbst treffen, welche sollen ihm abgenommen werden? Je mehr Freiheiten der Bauherr sich wünschen, desto eher ist er mit einem individuellen Haus gut beraten. Wer stattdessen möglichst zügig den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, sollte sich im Fertighaussektor umsehen.

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