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EU-Erweiterung – was ändert sich?

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Arbeitsmarkt Europa

Prinzipiell haben Bürger der Europäischen Union das Recht überall in der EU zu leben und zu arbeiten. Für die Bürger der neuen EU-Staaten mit Ausnahme derer Maltas und Zypern gilt dieses Recht aber zunächst nur eingeschränkt. Die alten EU-Länder müssen nämlich ihre Arbeitsmärkte erst nach einer Übergangsfrist von sieben Jahren komplett für Arbeitswillige aus den Beitrittsländern öffnen. Bis dahin können sie die Zuwanderung von Arbeitskräften durch eine mehr oder weniger restriktive Vergabe von Arbeitserlaubnissen begrenzen. Diese Regelung wird von der EU-Kommission nach zwei Jahren überprüft und kann auf Wunsch eines alten EU-Landes bis zu zweimal verlängert werden. Keinen Gebrauch von den Übergangsfristen machen lediglich Großbritannien und Irland, die ihre Arbeitsmärkte sofort für die EU-Neubürger öffnen.

Auch die Beitrittsländer haben das Recht, den Zugang zu ihren Arbeitsmärkten übergangsweise zu beschränken. So erwägen z. B. Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn und Slowenien Einschränkungen der Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus denjenigen alten EU-Ländern, die ihrerseits Übergangsregelungen für EU-Neubürger beschlossen haben.

Euro statt Zloty?

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Leonhard B. Scheitzach
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