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EU-Aktionsplan: Europa mit kleinem “e”

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Die Europäische Kommission drückt kräftig auf die Maus, um dem Ziel näher zu kommen. In ihrem Aktionsplan eEurope 2002 Eine Informationsgesellschaft für alle, den der Rat in Lissabon angenommen hat, listet sie die Aktionsbereiche und Maßnahmen auf.

  • Billigeres Internet: Für die Bürger sollen die Kosten für den Internetzugang sinken.
  • Europas Jugend ins Digitalzeitalter: Alle Schulen sollen Internet-Zugänge erhalten, e-Lernen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ein fester Bestandteil werden.
  • e-Arbeit: Behörden und Unternehmen sind aufgefordert, die Computerkenntnisse ihrer Beamten und Angestellten zu fördern.
  • e-Forschung: Innovative und benutzerfreundliche Informationstechnologien stehen im Zentrum der von der Kommission geförderten Forschungsprojekte.
  • e-Gesundheit: Vom verstärkten Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen verspricht sich die Kommission, die Qualität bei zugleich geringeren Kosten zu steigern.
  • e-Handel: Der elektronische Geschäftsverkehr soll erheblich ausgeweitet werden.
  • e-Inhalte: Die Vermarktung digitaler Inhalte über Sprachgrenzen hinweg fördert das Programm eContent.
  • e-Sicherheit: Maßnahmen gegen die Cyberkriminalität haben zum Ziel, das Vertrauen in die Kommunikation und den Handel im Internet zu erhöhen.
  • e-Transport: Satellitengestützte Navigationssysteme sollen Staus auf Europas Straßen reduzieren.
  • e-Verwaltung: Der Mausklick soll an die Stelle von Behördengängen treten. Richtlinien und Verordnungen, Wettbewerbe und Forschungsprogramme sind die Instrumente des Aktionsplans. So sind Richtlinien (RL) zu e-Signaturen, zum e-Geschäftsverkehr sowie zum Urheberrecht in der Informationsgesellschaft auf den Weg gebracht. Zahlreiche Veranstaltungen der Kommission wie die jährlichen Netd@ays oder Programme wie eContent sollen Bürger und Unternehmen dafür gewinnen, das Internet intensiver zu nutzen.
  • e-Zugang: Arbeitslose, Behinderte und andere benachteiligte Gruppen sollen es leichter haben, das Internet zu nutzen.

GRID: Internet der nächsten Generation

Mit dem Problem der zunehmenden Kapazitätsengpässe des Netzes befasst sich das von der EU mit 10 Millionen Euro geförderte Projekt GRID: Es will ein Internet der nächsten Generation entwickeln, das nicht nur mehr Daten transportieren kann, sondern auch “intelligent ist. Maßgeblich beteiligt ist das Genfer Forschungszentrum CERN, der Geburtsort des World Wide Web. Wann alle Bürger in den Genuss von GRID kommen, ist noch nicht absehbar. Anders sieht es da bei einem eher kosmetischen Projekt aus: Ab Frühjahr 2003 soll es Bürgern und Unternehmen der EU möglich sein, sich im Web unter der Top Level Domain .eu zu präsentieren.

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