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Erster WM-Titel geht an Uruguay

Ein ganzes Volk vereint im Stolz

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Pleiten, Pech und Pannen

Bis es zur Austragung der WM kommen konnte, waren unzählige Hindernisse zu überwinden und haarsträubende Pannen zu beklagen. Bereits bei der Festsetzung des Termins (13. bis 30. Juli) war übersehen oder ignoriert worden, dass während des europäischen Sommers auf der Südhalbkugel Winterzeit ist. Das barg in jedem Fall die Gefahr der Beeinträchtigung durch Witterungseinflüsse. Und tatsächlich konnte das Eröffnungsspiel wegen einer 13-wöchigen Regenperiode nicht in dem noch im Bau befindlichen Stadion "Centenario" stattfinden. Der Regen hatte alle Terminpläne über den Haufen geworfen. Obwohl über 1000 Arbeiter Tag und Nacht an der Fertigstellung arbeiteten, wurde das bis dahin größte Fußballstadion der Welt erst am sechsten Spieltag fertig.

Das folgenreichste Handicap aber war: In Europa befanden sich Wirtschaftskrise und Finanznot auf dem Höhepunkt. Da nicht klar war, wer die Fahrtkosten nach Uruguay bezahlen und wer für den Arbeitsausfall aufkommen würde, hagelte es Absagen aus Europa. Vor diesem Hintergrund diskutierten Kritiker den sportlichen Stellenwert der WM bereits vor dem ersten Spiel. Selbst eine verzweifelt anmutende Bitt-Tour von Jules Rimet konnte die wichtigsten europäischen Verbände nicht umstimmen. Am Ende waren nur vier europäische Teams am Río de la Plata vertreten: Frankreich, Belgien, Rumänien und Jugoslawien. Die Rumänen traten die vierwöchige Schiffsreise sogar auf ausdrücklichen Wunsch ihres fußballbegeisterten Königs Carol an. Vor Ort nahm der Monarch auf der Trainerbank Platz, wo er Zeuge rumänischer Achtungserfolge wurde. "Sein" Team wurde nach einem 3:1-Sieg gegen Peru und einer 0:4-Niederlage gegen Uruguay Gruppenzweiter, verpasste aber den Einzug ins Halbfinale.

Beginn der WM-Historie

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