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Ende der Ära Schmidt - Kohl wird Kanzler

Ein politisches Schwergewicht betritt die Bühne

1. Oktober 1981 - Mit 256 von 495 Stimmen (bei 235 Neinstimmen und vier Enthaltungen) wählen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in einem gegen den Regierungschef Helmut Schmidt (SPD) gerichteten konstruktiven Misstrauensvotum den CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl zum neuen Bundeskanzler.

Die Unionsparteien haben ihren Misstrauensantrag damit begründet, dass das SPD-Minderheitskabinett regierungsunfähig sei; dies zeigten u.a. die Hinterlassenschaft von 300 Milliarden DM Staatsschulden allein beim Bund und die hohe Zahl von fast 1,8 Millionen Arbeitslosen in der Bundesrepublik.

 

FDP uneins über die "Wende"

Der Regierungswechsel zeichnete sich ab, nachdem die FDP am 17. September nach 13 Jahren die sozialliberale Koalition aufgekündigt und ihren Willen zur Bildung einer neuen Regierung mit den Unionsparteine bekundet hatte. Dieser Schritt war allerdings in der FDP umstritten. Die Gegner des Koalitionswechseln wurden noch durch die Landtagswahl in Hessen am 26. September bestätigt, bei der die bis dahin an der Regierung beteiligten Liberalen mit 3,1 % unter die Fünfprozenthürde rutschten. Das als Absage an die "Wende" gewertete Wählervotum, das sich bei der Landtagswahl in Bayern am 10. Oktober wiederholt - die Liberalen erhalten 3,5 % der Stimmen gegenüber 6,2 % im Jahr 1978 - konnte jedoch nichts mehr an der Mehrheitsentscheidung der FDP ändern.

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Der Einheitskanzler

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