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Einen Gang runterschalten - Tipps zur Radsaison

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Hinterradnabe mit Ritzelpaket einer Kettenschaltung
Öfter mal runterschalten: Nutzen Sie beim Anfahren und an Steigungen die Gangschaltung.

Einen Gang runterschalten

Ein weiterer verbreiteter Fehler hat nichts mit der Justierung des Fahrrads zu tun, sondern mit der unvorteilhaften Art, wie wir damit fahren: Wir nutzen die Gangschaltung viel zu selten. Viele Radfahrer fahren selbst nach dem Stehen an der Ampel oder an Steigungen mit hohem Gang. Das jedoch belastet die Kniegelenke. Tofaute rät daher: Immer in einem niedrigen Gang anfahren und auch bei kleinen Steigungen bereits herunterschalten.

Einige Radfahrer haben auch die Angewohnheit, in hohen Gängen zu beschleunigen, dann ein Stück zu rollen, wieder zu beschleunigen und so weiter. "Besser ist es, einen leichteren Gang einzulegen und dafür kontinuierlich zu treten," empfiehlt Helmut Lötzerich von der Sporthochschule Köln. Das sei nicht nur effektiver für die Fitness, sondern schone auch die Gelenke.

Immerhin stehen Knieprobleme relativ weit hinten auf der Beschwerden-Liste von Radfahren. "Am häufigsten schmerzt das Gesäß," sagt Lötzerichs Kollege Achim Schmidt. Das kann zum Beispiel an einer ungünstigen Sattelform liegen. Denn nicht immer ist ein breiter Sattel auch bequemer. Besonders bei sportlicher, geneigter Sitzhaltung sollte der Sattel eher schmal und lang sein. Am besten hilft natürlich Probesitzen bei der Sattelwahl.

Tourenradfahrer
Zur guten Radfahrausrüstung gehört auch die passende Kleidung. Feste Schuhe und Fahrradhelm sind dabei ein Muss, auch wenn es keine gesetzliche Helmpflicht gibt.
Die richtige Ausrüstung

Zur guten Radfahrausrüstung gehört auch die entsprechende Kleidung. Festes Schuhwerk mag an wärmeren Tagen zwar unattraktiv wirken, ermöglicht aber sicheren Halt in den Pedalen. Zudem sind Sportschuhe in der Regel ausreichend atmungsaktiv, damit die Füße nicht zu sehr qualmen. Radhosen oder -shorts bieten meist durch wattierte Einlagen eine zusätzliche Polsterung für das Gesäß. Wichtig bei der Hosenwahl ist, dass keine eng anliegenden Innennähte vorliegen, die beim Treten der Pedale am Bein scheuern.

Wer trotz gewissenhaft eingestellter Sitzposition Probleme mit Druckstellen und Blasen an den Händen hat, sollte den Kauf von speziellen Fahrradhandschuhen in Erwägung ziehen. Natürlich darf auch der Helm beim Ausflug mit dem Rad nicht fehlen, auch wenn rund zwei Drittel der Deutschen ganz oder größtenteils auf die schützende Kopfbedeckung verzichten, wie der "Fahrrad-Monitor 2015" zeigt.

Abgesehen von funktionaler Kleidung ist es ratsam, eine Luftpumpe und ein Flick-Set mitzunehmen, falls dem Reifen unterwegs die Luft ausgeht. Wer etwas Geld investiert, kann dem unliebsamen Platten jedoch auch mit sogenannten "Unplattbar-Reifen" vorbeugen: Durch einen besonders dicken Gummimantel bieten sie weitestgehend Schutz vor Löchern im Radschlauch.

So vorbereitet steht einem entspannten Fahrradausflug dann nichts mehr im Wege. Vorausgesetzt, das wechselhafte Wetter macht uns keinen Strich durch die Rechnung…

CLU, 31.03.2017
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