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Einführung

Diesel

Benzin und Diesel sind immer noch die wichtigsten Treibstoffe im Straßenverkehr. Und beide Kraftstoffe stehen permanent in der öffentlichen Diskussion. Zum einen werden sie teurer und teurer. So sind die günstigeren Preise für Diesel, die vor wenigen Jahren noch das Hauptargument für die Anschaffung eines Fahrzeugs mit Dieselmotor ausmachten, längst passé. Zum anderen steht Diesel genau wie Benzin im Fokus einer unumgänglichen Energiewende. Das EU-Parlament will die Diesel-Steuer spürbar anheben, obwohl Dieselfahrzeuge um einiges energieeffizienter sind als Benziner. Diesel aber weist eine höhere Energiedichte auf als Benzin und verursacht somit mehr CO2. Setzt die EU ihr Vorhaben um, Kraftstoffe gemäß Klimaschutz zu besteuern, könnte der Dieselpreis den Benzinpreis sogar bald überholen.

Und was ist mit Biodiesel? Über dessen Klimaneutralität und somit den ökologischen Vorteil ist man geteilter Meinung. Die Vorsilbe Bio verleitet manchen zu der Annahme, dieser Treibstoff sei gänzlich „umweltfreundlich“. Diese drei Buchstaben aber verweisen zunächst lediglich auf die Tatsache, dass der Treibstoff im Gegensatz zu Mineralöl auf einem pflanzlichen Ursprung beruht – zumeist auf Raps oder Soja.

Aber legen wir jetzt einmal den Rückwärtsgang ein für einen kurzen Ausflug in die Geschichte: Vor gut 120 Jahren meldete ein junger Mann beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin sein Patent auf eine "Neue, rationelle Wärmekraftmaschine" an. Sein Name: Rudolf Christian Karl Diesel.

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