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Die wechselvolle Geschichte der deutschen Nationalhymne

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Sozialdemokrat Ebert proklamiert Hymne

Am 11. August 1922 wurde das inzwischen überaus populäre Musikstück durch die sozialdemokratische Regierung unter Reichspräsident Friedrich Ebert zur Nationalhymne der Weimarer Republik erklärt. Bei der Festansprache sagte Ebert: “Einigkeit und Recht und Freiheit! Dieser Dreiklang aus dem Liede des Dichters gab in Zeiten innerer Zersplitterung und Unterdrückung der Sehnsucht aller Deutschen Ausdruck; es soll auch jetzt unseren harten Weg zu einer besseren Zukunft begleiten... Das Deutschlandlied löste das “Heil dir im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands ab, das im Deutschen Kaiserreich (seit 1871) auf die Melodie der englischen Hymne “God save the Queen erklungen war.

Diskreditiert: Siegermächte sprechen Verbot aus

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Schwer lastet auf dem Deutschlandlied sein Missbrauch in den Jahren 1933-45. Denn die Nationalsozialisten verbanden dessen erste Strophe mit der ersten Strophe des NSDAP-Kampfliedes “Die Fahne hoch (Horst-Wessel-Lied) und erklärten das unselige Gemisch zur Nationalhymne. Die Folge: 1945 wurde das Deutschlandlied vom Alliierten Kontrollrat verboten. Die Frage war nun, zu welchem Lied man sich im demokratischen Deutschland bekennen sollte, ob man sich doch wieder für das tief im “kollektiven Gedächtnis des Volkes verankerte Hoffmannsche Werk entscheiden oder auch in Sachen Nationalhymne den Neuanfang wagen sollte. Dabei vertraten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) unterschiedliche Standpunkte.
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