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Die "Todesfuge" von Paul Celan

"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland"

In seinem berühmten Gedicht "Todesfuge" erhebt der Lyriker Paul Celan (1920–1970) eine Klage über die unmenschliche Verfolgung und die grausame Tötung der Juden im Deutschland des Nationalsozialismus, die sich im Verlauf des Gedichts immer mehr zur Anklage verdichtet.

In kanonartig, wie Themen einer Fuge nacheinander gesetzten Bildern, Motiven, Andeutungen von Vorgängen, die auftauchen, verschwinden, wieder aufgegriffen, leicht variiert und miteinander verknüpft werden, entsteht ein eigentümliches Geflecht von Aussagen, die das grausame Geschehen zunächst erahnen und dann in der eindrucksvollsten Weise deutlich werden lassen. Im letzten Drittel des Gedichts taucht dann erst diese unverhüllte, mehrmals wiederholte Aussage "der Tod ist ein Meister aus Deutschland" auf, die nun den Verursacher, den Schuldigen nennt und anklagt.

Eine mehrteilige Fernsehdokumentation von der Journalistin Lea Rosh und dem Historiker Eberhard Jäckel über die Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus, die 1990 ausgestrahlt wurde, trug den Titel: "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland".

"Schwarze Milch der Frühe"

Die expressionistische Sprache des Lyrikers Paul Celan mit ihrer eigenen Welt von Bildern, Farben, Motiven und Symbolen, beeinflusst von Symbolismus und Surrealismus, ist nicht leicht zu verstehen, die Gedichte sind logisch oft nur schwer erfassbar.

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