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Die Stilvolle

Ob es um Jugendstil geht oder um die neuesten Klänge der Jazzwelt: Die Stadt am River Clyde hat ungeahnte Schätze zu bieten.

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Glasgow: Einkaufen auf Italienisch

In der Fußgängerzone entspannen oder doch lieber shoppen: Im Italien Centre ist beides möglich.

Wenn Besucher auf der Autobahn M 8 das Zentrum Glasgows durchqueren, ist der erste Eindruck von Schottlands größter Stadt eher schlecht. Auch folgendes Gerücht scheint sich zu bestätigen, wonach die Hafenstadt am Clyde ein heruntergekommener, verdreckter und in seiner Substanz weitgehend ruinierter Ort ist, wo in den tristen Gorbals, den Arme-Leute-Vierteln, der proletarische Bodensatz von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe lebt. Tatsächlich jedoch hat sich die fast 900 000 Einwohner zählende Stadt seit Mitte der 80er-Jahre des 20. Jh. selbst am Schopf aus dem Sumpf gezogen und präsentiert sich dem Besucher bei genauerer Betrachtung in neuem Glanz. Den letzten Schwung zum Imagewandel vom heruntergekommenen Großstadt-Slum zur modernen Dienstleistungsmetropole mit attraktiven Kunst- und Freizeitangeboten gab die Wahl zur Kulturhauptstadt Europas 1990. An die 3000 Gebäude wurden seitdem unter Denkmalschutz gestellt und von jahrzehntealtem Schmutz befreit, mehrere Mio. Pfund in die Verbesserung der städtischen Infrastruktur investiert.

Auf den Spuren des Jugendstils

Zentrale Figur ist der große Sohn der Stadt, das Jugendstilgenie Charles Rennie Mackintosh (1868-1928). Von ihm finden sich im engeren Innenstadtbereich auch architektonisch-gestalterische Spuren. Mit nur 28 Jahren schuf er die Entwürfe für die Glasgow School of Art in der Renfrew Street und wurde damit schlagartig zu einem berühmten Mann. Das Akademiegebäude wurde in zwei Bauphasen von 1897-99 und von 1907-09 errichtet. Klar und harmonisch gliedern Studiofenster die Fassaden. Über dem Eingang sind unschwer die architektonischen Anleihen beim Baronial Style des schottischen Burgenbaus zu erkennen und fantasievoll, kreativ-spielerisch sind die Metallarbeiten an der Hauptfassade. Die klaren Linien setzen sich im Innern fort und so ist die Glasgow School of Art ein unerhört harmonischer Gesamtkomplex. Da allerdings noch immer die hiesige Kunstakademie das Gebäude nutzt, kann man es eigentlich nur mit organisierten Führungen besichtigen.

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Quelle: ADAC-Reiseführer
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