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Die Schlacht um Berlin

16. April 1945: Nach mehrstündigem Artilleriefeuer eröffnen die 1. Weißrussische und die 1. Ukrainische Front unter dem Befehl der Marschälle Georgi K. Schukow und Iwan S. Konew den Angriff der Roten Armee auf die Reichshauptstadt Berlin.

Für diese Schlacht bieten die sowjetischen Streitkräfte insgesamt 2,5 Mio. Soldaten auf. In Berlin stehen ihnen zur Abwehr des Angriffs nur rund 94. 000 zumeist schlecht ausgerüstete deutsche Soldaten gegenüber. Von zwei Brückenköpfen an der Oder aus überrennen die beiden sowjetischen Heeresgruppen bei Küstrin und Guben die deutschen Verteidigungslinien und rücken in zwei Stoßkeilen vor. Die deutsche 9. Armee, die im Südwesten Berlins steht, wird dabei eingeschlossen.

Bereits fünf Tage nach Beginn der Offensive liegt das Stadtgebiet in Reichweite der sowjetischen Artillerie. Zur selben Zeit erreichen die ersten Einheiten der Roten Armee von Norden und Osten kommend die Stadtgrenze Berlins.

Am 22. April wird der Stadtbezirk Weißensee erobert, einen Tag später fällt auch Köpenick in sowjetische Hände. Am 24. April rücken Einheiten der 1. Ukrainischen Front von Süden kommend über die Bezirke Zehlendorf, Steglitz und Schöneberg auf das Stadtzentrum vor. Einen Tag später ist die Reichshauptstadt von der Roten Armee vollständig eingeschlossen.

Deutsche Entlastungsangriffe hingegen bleiben stecken. Eine in aller Eile aufgestellte Armeegruppe unter dem SS-General Felix Steiner tritt erst gar nicht zum Angriff an. Ein Vorstoß der deutschen 12. Armee unter General Walter Wenck muss am 29. April am Schwielowsee in der Nähe von Potsdam abgebrochen werden. In der Zwischenzeit wird der deutsche Verteidigungsring um das Berliner Stadtgebiet immer enger. Nur noch das Stadtzentrum mit dem Regierungsviertel wird gehalten.

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