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Die "gebaute" Utopie der klassischen Moderne

Seit 2008 dabei: Siedlungen der Berliner Moderne

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Tuschkastensiedlung in Köpenick

Die älteste der sechs Siedlungen ist die Gartenstadt Falkenberg von Bruno Taut. Die Tuschkastensiedlung ist der in England von Ebenezer Howard entwickelten Gartenstadtidee und dem damit verbundenen baugenossenschaftlichen Siedlungs- und Lebensmodell verpflichtet.

Der vielleicht bedeutendste Aspekt der Siedlungen der Berliner Moderne war sicherlich, dass nicht nur ästhetische Kriterien die neue Architektur beeinflussten, sondern vor allem auch die sozialen Ideale der politischen Linken. Nicht selten lag die Umsetzung dieser "gebauten Utopie" deshalb auch in der Verantwortung von gewerkschaftlichen, genossenschaftlichen und städtischen Baugesellschaften. Wohltuend setzten sich ihre farbenfrohen, liebevoll gestalteten Häuser - wie vor allem bei der ältesten Siedlung, der Tuschkastensiedlung von Bruno Taut, zu beobachten, von den grauen Mietskasernen der privatwirtschaftlichen Bauspekulation ab. Obwohl die von einer allgemeinen Aufbruchstimmung geprägte Kunst- und Kulturepoche zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Machtergreifung der Nationalsozialisten nur wenige Jahre währte, reichte sie doch, um einen historischen Wendepunkt in Städtebau und Wohnungswesen zu markieren.

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von Susanne Böllert, wissen.de
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