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Die Debütantin: Rebecca Casati

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Hoher Vorschuss fürs Debüt

Der Sprung in die Autorenriege verlief über Umwege - genauer: Über den profilierten Berliner Literaturagenten Matthias Landwehr, der Casati den Romanversuch nahe legte. “Ich hatte schon immer längere Geschichten im Kopf, die nicht ins Magazinformat passten, sondern eher zwischen Buchdeckel“, erklärt Casati ihre Schriftstellerambitionen.

Ein Formatwechsel, der Schlagzeilen machte: Geschätzte 150.000 Mark soll Landwehr für zehn bis fünfzehn Exposé-Seiten zu Hey, Hey, Hey herausgeholt haben - einer der größten Vorschüsse für unveröffentlichte Autoren in Deutschland. Diese Geschichte um die sechsstellige Vorschuss-Summe, die im angloamerikanischen Sprachraum niemanden berührt hätte, wurde schnell zum Selbstläufer.

Der Spiegel brachte im Dezember 2000 gar eine viel beachtete Story über den Status Quo des Literaturstandortes Deutschland, süffisant betitelt mit “Die neue Vorschusspanik“- im Zentrum stand natürlich der viel kolportierte Vertragsabschluss Casatis, die den Artikel “für ein Nachrichtenmagazin ein wenig seltsam“ findet. Auch knapp ein Jahr später, als der Debütroman endlich erschien, schrieben die Rezensenten vor allem über den Buchdeal der inzwischen zum Frauenmagazin Glamour gewechselten Branchenkollegin.

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