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Die Anfänge der Winterspiele

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Eigenständige Winterspiele wurden nötig. Einerseits um dem immer größeren Breitensport-Boom und dem Touristenstrom in die Bergwelt gerecht zu werden, andererseits um auch weitere Wintersportarten, wie das populäre alpine Skifahren, integrieren zu können. Künstliches Eis war hierbei das geringere Problem. Aber was macht ein Land wie Holland, wenn ein Gebirge mit präparierten Pisten von Nöten ist? Berge leasen - oder gar Maßschneidern lassen?

Die Winterspiele mussten also vollständig von ihrem sommerlichen Pendant getrennt werden. Als "1. Internationale Wintersportwoche“ fand die erste Winterolympiade 1924 im französischen Kurort Chamonix zu Füßen des Montblanc statt. 16 Nationen schickten gerade mal 300 Teilnehmer. Deutschland, noch immer als Kriegstreiber isoliert, durfte nicht teilnehmen, Österreich dagegen schon. Ob eine Teilnahme allerdings erfolgreich verlaufen wäre, bleibt fraglich. Die skandinavischen Sportler, der ewigen Nacht in den nördlichen Breitengraden für zwei Wochen entflohen, dominierten die Spiele derart, dass man den Eindruck hatte, nur nördlich von Oslo falle Schnee. Als einzige Alpennation gewann die Schweiz eine Goldmedaille im Bobfahren und wurde prompt zum Ausrichter der nächsten Winterspiele erkoren.

Richard Steiger
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