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Die Altstadt von Salamanca

Sandstein-Ensemble unter dem Himmel Kastiliens

Am Anfang war der Platz. Historikern mögen die Haare zu Berge stehen, wenn sie das hören. Salamanca hat schließlich Älteres zu bieten als diese Plaza Mayor mit Rathaus, königlichem Pavillon und anderem barocken Prunk. Man denke nur an die römische Brücke. Seit den Zeiten Vespasians zieren ihre steinernen Bögen die Wasser und Inseln des Río Tormes. Auch die Alte Kathedrale sowie Teile der Neuen Kathedrale, deren storchennestbewehrte Türme vom höchsten Punkt der hügeligen Stadt aus dem Himmel Kastiliens entgegenstreben, standen bereits, als Philipp V. Salamancas Loyalität im Erbfolgekrieg mit dem Bau der Plaza Mayor belohnte; ganz zu schweigen von der fast 800 Jahre alten Universität, die den Ruhm der Stadt begründete und mehrte.

Aber berauscht von all der Schicksalsschwere und Schönheit ringsum, überkommt den Besucher auf der Plaza Mayor das Gefühl, ja die Gewissheit, dass hier alles begonnen haben muss. Und eines steht fest: selbst wenn dieses Geviert nicht der Ausgangspunkt der Stadtgeschichte ist, so war und ist es doch die Mitte, der Schwerpunkt, das Herz dieses gewaltigen Sandstein-Ensembles mit dem Namen Salamanca. Hier pulsiert das Leben. Gut ein halbes Dutzend Straßen, Gassen und Wege münden irgendwo in die Arkadengänge ein und bringen aus allen Himmelsrichtungen Studenten, Professoren, Marktfrauen, Kaufleute, Reisende hierher, so wie das schon vor 100 oder 200 Jahren war. Seit dieser Platz fertiggestellt wurde, hat er, ob als Stierkampfarena, Wochenmarkt oder Riesenschachbrett, ein großes Publikum in seinen Bann gezogen. Aus einem Guss ist er, ein Festsaal im Freien, der Spielerisches und Strenges, Altes und Neues wie selbstverständlich vereint.

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