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In der Schwerelosigkeit

Hasselblad-Kameras im Weltraum

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Die Karriere der Hasselblad-Kameras im Weltraum begann 1962. Der Astronaut Walter Schirra kaufte vor seinem ersten Flug ins All in einem Fotogeschäft in Houston eine Hasselblad 500C – ein ganz normales Serienmodell mit dem Standardobjektiv Planar 2,8/80 mm, deren einzige "Verbesserungen" darin bestanden, dass Schirra die Gehäuse-Belederung entfernte und die freigelegten Metalloberflächen schwarz anstrich, um Reflexionen zu verhindern. Mit dieser Kamera, die das einzige Produkt an Bord der Raumkapsel war, das nicht eigens für diese Mission hergestellt worden war, machte er wunderbare und atemberaubende Aufnahmen von der Erde. Die Fotos faszinierten nicht nur alle Experten, die Presse und jeden, der die Bilder von der blauen Erde aus dem All sah, auch die NASA war von diesem Moment an überzeugt, dass die Weltraumfotografie ein wichtiger Bestandteil zukünftiger Missionen sein sollte. Die NASA-Fotoabteilung wurde gegründet und als Standardausrüstung der Astronauten kamen Hasselblad-Kameras zum Einsatz. In Zusammenarbeit mit der NASA wurden die Kameras nun speziell für die Weltraumaufenthalte modifiziert. Vor allem das Gewicht spielte dabei eine entscheidende Rolle. Jedes Gramm musste eingespart werden, die Kameras wurden auf das absolut Notwendige reduziert. Unangetastet blieb jedoch die Technik, denn die Kameras sollten auch unter den extremen Weltraumbedingungen funktionieren: Sie mussten Backofentemperaturen von über 120 Grad Celsius in der Sonne, aber auch Eiseskälte von Minus 65 Grad Celsius im Schatten fehlerfrei überstehen.

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von Uwe Kehlenbeck
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