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Der Pianist und Klaviermusik-Prophet

Clara - kleine Schwester, Muse und Geliebte

Schumann wurde am 8. Juni des Jahres 1810 am Marktplatz in Zwickau geboren. Sein Vater August, der Sohn eines Pfarrers, war ein tüchtiger Buchhändler, Verleger und Autor. Robert war das jüngste von fünf Kindern. Allerdings wurde die erzgebirgliche Idylle bald dadurch gestört, dass der Junge wegen eines Nervenleidens seiner Mutter schon sehr früh in die Obhut einer Pflegemutter gegeben werden musste, ein Umstand, der später für eine besonders intensive und gleichzeitig schwierige Bindung zur leiblichen Mutter sorgte. Auch der Tod des Vaters – Schumann war sechzehn – und der Selbstmord der Schwester ein Jahr zuvor schlug Wunden in der Seele, die wohl nie zuheilten und zusammen mit einer genetischen Disposition für das zeitlebens labile psychische Gleichgewicht gesorgt haben könnten.

 

Robert bekam früh die Chance, beim Organisten an der Zwickauer Marienkirche Klavierunterricht zu genießen. Das Bild einer künstlerisch mitgeprägten Jugend rundet sich, wenn man erfährt, dass schon der Schüler tief in die literarischen Welten von Jean Paul, Novalis, E.T.A. Hoffmann, Hölderlin oder Novalis abtauchte. Schumann probierte sich bald auch selbst aus: als Komponist wie als Literat. Zu all dem will wirklich nicht recht passen, dass Robert nach dem Willen seiner Mutter in Leipzig Jura studieren sollte. Bald reifte der Entschluss, sich ganz der Musik zu widmen. Schumann lernte den Klavierpädagogen Friedrich Wieck kennen, war schwer beeindruckt von dem Klavierspiel von dessen Wunderkind Clara und wollte selber Klavierschüler Wiecks werden.

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von Christian Strehk
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