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Der Mann, der seine "Titanic" versenkte

James Jameron - ein Porträt

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Doch "Xenogenesis" öffnete eine wichtige Tür. Cameron konnte sich mit diesem Stück Film bei einer Produktionsfirma bewerben, die zum Imperium des Billigfilmers Roger Corman gehörte. Dort war er für Modellbau und Effektaufnahmen zuständig. Eigentlich produzierte man in der Firma nur betont preiswerte Reißer, nämlich so genannte B-Filme, doch Cameron legte sich trotzdem ins Zeug. Rücksichtslos gegen sich selbst und manchmal wohl auch gegen andere, tüftelte er ständig neue Ideen aus. Und er hatte Glück – nicht allein sein Ehrgeiz, auch seine Resultate fielen auf. 1980 wurde ihm das erste Mal ein Job als Regisseur angeboten. Es handelte sich um die Fortsetzung des Horrorfilms "Piranha" von Joe Dante, und da die Rechte hierfür nach Italien verkauft worden waren, wurde dort auch gedreht. Inhaltlich ging es um fliegende Piranhas, die unbedingt gestoppt werden mussten – ein wenig überzeugendes Thema. Das Projekt wurde dann auch in der Umsetzung ein komplettes Fiasko. Cameron hatte so gut wie keine freie Hand, zumal ihm der Produzent ständig in die Arbeit hineinredete und Änderungen verlangte; die abgedrehten Filmmuster bekam er erst gar nicht zu Gesicht. Schließlich wurde ihm das Projekt einfach entzogen und von fremder Hand beendet, obwohl der Kanadier offiziell weiterhin als Regisseur galt. Letztlich hat der Film mit Cameron nur sehr wenig zu tun, doch der Regisseur war launig genug, "Piranha II – Fliegende Killer" als "besten Film über fliegende Piranhas" zu bezeichnen.

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aus der wissen.de-Redaktion
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