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Der Kampf um die Netze der Zukunft

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Der Festnetzsparte der Deutschen Telekom, T-Com, droht ab Dezember noch stärkerer Gegenwind. Dann können Kunden auch bei Ortsgesprächen durch eine bestimmte Vorwahl (Pre-Select-Verfahren) über den Netzanbieter ihrer Wahl entscheiden. T-Com, das mit 26 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr und 41 Millionen Privatanschlüssen den Deutschen Markt noch immer monopolähnlich beherrscht, kann bei dieser neuen Freiheit langfristig nur verlieren. Im Vorjahr sind die Umsätze der T-Com um fünf Prozent und die Gewinne um sechs Prozent gefallen. Der gnadenlose Preiskampf seit 1998 sind die Preise für Festnetzverbindungen um bis zu 90 Prozent gefallen treibt Analysten Sorgenfalten auf die Stirn: Die Cashcow Festnetz wird in Zukunft weniger Milch geben.

Sparkurs und High-Speed-Anschlüsse

Die Konzerne halten mit einem Sparkurs dagegen. Die Deutsche Telekom will zum Beispiel jede zehnte Stelle bei T-Com streichen dies dürften mittelfristig rund 15.000 Mitarbeiter sein. Für den Netzaufbau in Ostdeutschland wurden die Fernmeldetechniker der ehemaligen Deutschen Bundespost noch benötigt: Inzwischen aber ist der Festnetzbereich nicht mehr hoheitlich vor dem “Zugriff Unbefugter geschützt. Kunden werden stattdessen aufgefordert, ihre neuen ISDN-Anlagen doch bitte schön selbst in ihren vier Wänden zu montieren.

Eine erfolgsverwöhnte Sparte lernt das Sparen und sucht neuen Anschluss: Die Deutsche Telekom setzt auf ihre 20 Millionen ISDN Anschlüsse und die darauf aufgesetzte TDSL-Technologie (2,3 Millionen Kunden nutzen bereits diesen schnellen Internetzugang), um wettbewerbsfähig zu bleiben. “Mit schnellem Internet treiben wir das Wachstum voran, gibt sich T-Com-Vorstand Joe Brauner optimistisch. Doch das Wachstumstempo bei TDSL dürfte wieder nachlassen, da die Gerätesubventionen wegfallen und die Regulierungsbehörde höhere Preise für den High-Speed-Anschluss durchgesetzt hat.

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