wissen.de
Total votes: 141
wissen.de Artikel

Der "Kaiser" auch als Trainer auf dem Thron

...

Von Enttäuschungen bis Überraschungen

Schwer enttäuscht wurden die italienischen Fans. Der Gastgeber, vorher als heißer Favorit gehandelt, schied im Halbfinale nach Elfmeterschießen gegen Argentinien aus. Zuvor hatten die Argentinier, für viele ebenfalls überraschend, auch den südamerikanischen Erzrivalen Brasilien mit 1:0 aus dem Turnier geworfen. Die Brasilianer zauberten zwar wie gewohnt, scheiterten aber gerade an dieser Verspieltheit sie fanden den Weg zum Tor nicht.

Für Aufsehen sorgten die "kleinen" Fußballnationen. Costa Rica erreichte das Achtelfinale, Ägypten trotzte den Niederlanden in der Vorrunde ein 1:1 ab. Irland drang mit unbändigem Kampfgeist bis ins Viertelfinale vor und musste sich erst Italien (0:1) geschlagen geben. Zur Sensationself des Turniers wurde Kamerun. Mit erfrischendem Offensivfußball eroberten "die Löwen" die Herzen der Zuschauer. Ein 38-jähriger "Fußballrentner" namens Roger Milla, der eigens für das Turnier auf Geheiß des Staatspräsidenten reaktiviert wurde, stellte binnen weniger Tage die Fußballwelt auf den Kopf. Gegen Rumänien in der Vorrunde und gegen Kolumbien im Achtelfinale schoss er jeweils zwei Treffer und beförderte sein Team als erstes afrikanisches Land in ein WM-Viertelfinale. Jeden seiner Treffer pflegte er zur Freude der Zuschauer mit einem aufreizenden Lambada-Tänzchen vor der Eckfahne zu feiern.

Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 1990 wurde der Italiener Salvatore "Toto" Schillaci mit sechs Treffern. Der Stern des Sizilianers, der vor der WM-Endrunde nur einen Länderspieleinsatz zu verzeichnen hatte, sank genauso schnell wie er aufstieg. Nach der WM gelang ihm nur noch ein Tor in der "Squadra Azzurra". Bereits in der Vorbereitung auf die WM 1994 fand er keine Berücksichtigung mehr.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Total votes: 141