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Der Gleichgewichtssinn

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Der Gleichgewichtsapparat ist eine ganz alte Erfindung der Natur: Nicht nur Quallen, Fische und Lurche wissen, wo oben und wo unten ist. Sogar Pflanzen haben einen Sinn für den richtigen Stand: Knickt ein Halm um, merkt er das. Denn er besitzt kleine Klumpen in seinen Zellen, die immer nach unten sinken wie Zucker im Tee, der sich gerne am Boden absetzt, so gehorchen auch sie der Schwerkraft. Wird der Pflanzenstängel platt auf den Boden gedrückt, verrutschen die Zellpartikel innerhalb von wenigen Sekunden in eine neue Lage und signalisieren so der Pflanze, dass etwas nicht stimmt.

Die Idee mit den herumrutschenden Klumpen hat die Natur auch beim Menschen beibehalten: Wir haben kleine Steinchen im Ohr, die bei Bewegungen hin- und her wackeln. Die Ohrsteine (“Oto-Lithen) bestehen aus Kalziumcarbonat-Kristallen und lagern im Innenohr. Dort, ziemlich weit im Schädelinnern, sitzt ein Gebilde aus drei Bogengängen und zwei Säcken. Die Schlaufen-ähnlichen Bogen und die Säcke bilden das Gleichgewichtsorgan, den so genannten Vestibularapparat.

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