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Der Atomunfall von Tschernobyl

Wie es zum folgenreichen Super-GAU kam

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Das Kernkraftwerk von Tschernobyl besteht aus vier Reaktorblöcken vom Typ der graphitmoderierten Druckröhren-Siedewasserreaktoren. Dieser Reaktortyp wurde nur in der früheren Sowjetunion betrieben. Das Wasser zur Dampferzeugung wird dabei in einzelnen Kühlrohren durch 1.700 Druckröhren, die jeweils ein Brennelement enthalten, geleitet. Dadurch ist der gesamte Reaktorkern mit zwölf Metern Durchmesser und sieben Metern Höhe extrem groß.

Ein fatales Experiment

25. April 01:00 Uhr früh: Die Vorbereitung eines Experiments, bei der die Stromproduktion der auslaufenden Turbinen getestet werden soll, beginnt. Die Ingenieure starten mit der dafür nötigen Leistungsabsenkung im Reaktorblock 4. Zwölf Stunden später ist die Leistung ist auf 50 Prozent gedrosselt, eine der beiden Turbinen des Reaktors wird abgeschaltet.

23:10 Uhr: Das erste Problem taucht auf: Die Leistung soll weiter reduziert werden. Statt auf 25 Prozent der Nennleistung sinkt sie jedoch bis auf ein Prozent ab. Doch die Probleme mit der Reaktorregelung halten an. Um die Leistung wieder zu erhöhen, werden zusätzliche Kontrollstäbe aus dem Reaktorkern gezogen. Die vorgeschriebene Mindestanzahl der Regelstäbe ist damit weit unterschritten. Die Reaktorleistung steigt.

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