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Das Spätwerk

Mit der „Genoveva“ und der Schauspielmusik zu Lord Byrons „Manfred“ ist Schumanns zielgerichteter Rundgang durch alle möglichen Gattungen im Grunde abgeschlossen. Und sofort wird deutlich, wie er plötzlich in den Jahren 1848 bis 1850 wieder begann, breit seine Interessen zu streuen: Es entstanden die Es-Dur-Sinfonie, das wirkungsvolle Konzertstück für vier Hörner und Orchester, das Cello-Konzert, lyrische Kammermusik, viele Lieder und Chorwerke, darunter das eigenwillige, chorsinfonische „Requiem für Mignon“ nach Goethe.

 

Da Dresden ihm letztlich kein Glück und berufliches Fortkommen bescherte, entschloss sich Schumann, das Angebot anzunehmen, in Düsseldorf ab August 1850 Musikdirektor zu werden. Und er war dort zunächst auch erfolgreich, auch wenn er mit den rheinischen Frohnaturen nur bedingt zurechtkam, ihnen bald Leistungen – zum Beispiel in Aufführungen von Bachs beiden großen Passionen – abforderte, die er aus den Musikstädten Leipzig und Dresden gewohnt war. Spannungen waren da vorprogrammiert. Aber Schumann komponierte wiederum Werke, die bisher in seinem planvoll erstellten Oeuvre fehlten. Er schrieb Violinsonaten, Konzertouvertüren, eine Messe, ein kleines Oratorium, schließlich ein Requiem.

 

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von Christian Strehk
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