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Das Phänomen der Savants

Autisten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

Logo des Welt-Autismus-Tags 2014
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Sie rechnen schneller als ein Taschenrechner oder reproduzieren detailgetreue Stadtpanoramen nach nur einmaligem Sehen. Gleichzeitig aber können diese Menschen alltäglichste Dinge nicht bewältigen: Sie sind „Savants“, Menschen, die an Autismus leiden, aber dennoch einzelne Fähigkeiten besitzen, die wie eine Insel des Genialen aus ihren Behinderungen herausragen. Allerdings: Sie sind allerdings die absolute Ausnahme unter den rund 67 Millionen Menschen mit autistischen Entwicklungsstörungen. Der Welt-Autismus-Tag am 2. April macht auf  das Phänomen des Autismus und die Betroffenen aufmerksam.

„Idiots savants“

Das Phänomen von Inselbegabungen ist nicht neu. Die erste historische Beschreibung eines Savants - wenngleich noch nicht unter dieser Bezeichnung - stammt bereits aus dem Jahr 1789. Der amerikanische Arzt und Humanist Benjamin Rush berichtet darin über eine Begegnung mit Thomas Fuller, einem afrikanischen Sklaven, der unerklärlich gute Rechenfähigkeiten besaß, aber ansonsten stark zurückgeblieben war. „Er verstand praktisch gar nichts, weder theoretisch noch praktisch“, schreibt Rush. Wenn Fuller aber gebeten wurde, auszurechnen, wie viele Sekunden ein Mann gelebt hätte, der 70 Jahre, 17 Tage und zwölf Stunden alt ist, gab er innerhalb von nur eineinhalb Minuten die korrekte Antwort von 2.210.500.800 Sekunden und hatte dabei sogar die 17 Schaltjahre mit einberechnet.

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