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Das letzte Flugblatt

"Auf uns sieht das deutsche Volk!"

Das sechste Flugblatt der Münchner Widerstandsgruppe "Weiße Rose" basiert weitgehend auf einem Entwurf von Dr. Kurt Huber, Professor für Musikwissenschaften und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Hans und Sophie Scholl legen die Flugblätter am Morgen des 18. Februar 1943 an der Universität aus. Da sie am Schluss noch einige Flugblätter übrig haben, wirft Sophie diese vom zweiten Stock des Hauptgebäudes über die Brüstung in den Lichthof der Münchner Universität. Dabei werden die Geschwister Scholl von Hörsaaldiener Jakob Schmid beobachtet, der sie festhält und umgehend die Gestapo benachrichtigt. Am 22. Februar werden die beiden Geschwister im Alter von 24 bzw. 21 Jahren zum Tode verurteilt und noch am selben Nachmittag hingerichtet. Ebenso ihr Freund Christoph Probst, 23 Jahre alt. Im April werden Kurt Huber, Alexander Schmorell und Wilhelm Graf ebenfalls zum Tode verurteilt. Nach dem Tod der Mitglieder gelangt das letzte Flugblatt über Skandinavien nach England - und wird als "Manifest der Münchner Studenten" im Herbst 1943 von britischen Flugzeugen über Deutschland abgeworfen. Hier ein Auszug aus dem letzten Flugblatt.

Kommilitonen! Kommilitoninnen!

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Manifest der Münchner Studenten

Nach der Ermordnung der Mitglieder der Weißen Rose gelangt das letzte Flugblatt über Skandinavien nach England - und wird als "Manifest der Münchner Studenten" im Herbst 1943 von britischen Flugzeugen über Deutschland abgeworfen.

Erschüttert steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von Stalingrad. Dreihundertdreißigtausend deutsche Männer hat die geniale Strategie des Weltkriegsgefreiten [Hitler] sinn- und verantwortungslos in Tod und Verderben gehetzt. Führer, wir danken dir.

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Quelle: Chronik-Redaktion (Hervorhebungen durch die wissen.de Redaktion)
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