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Klonen als Geschäftsmodell

Hinter der Entwicklung der Klontechnologie stehen wirtschaftliche Interessen

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Gentechnische Veränderungen 
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Sitz des Erbguts

Der im Modell abgebildete DNS-Strang ist Sitz des in den Genen befindlichen Erbguts. Der Eingriff in diese äußerst komplexe Struktur im Rahmen der Gentherapie nährt insbesondere die Hoffnung auf bessere medizinische Behandlungsmöglichkeiten von genetischen Erkrankungen.

Doch es gibt noch lukrativere Optionen: Wer klonen kann, kann auch Veränderungen am Erbgut vornehmen und Nutztieren somit ganz neue Eigenschaften verleihen. Früher brauchte es Hunderte von Versuchen, um ein oder zwei Tieren ein fremdes Gen ins Erbgut zu schleusen. Dank Klontechnik können einfache Hautzellen von Schweinen, Kühen oder Schafen im Labor nach Wunsch gentechnisch verändert werden, aus denen dann ganze Tiere geklont werden, die dann alle die gewünschte gentechnische Veränderung tragen. So werden Kühe und Ziegen zu Medikamentenproduzenten oder Schweine zu Organlieferanten.

Die Firma Hematech in Sioux Falls (South Dakota, USA) hat Kühe geklont, die gentechnisch so verändert sind, dass sie menschliche Antikörper produzieren. Werden diese Kühe also beispielsweise mit einem Bakterium infiziert, dann entwickelt das Rinder-Immunsystem menschliche Antikörper gegen diese Mikroben. Hematech filtert diese Antikörper aus dem Rinderblut, um sie dann als Medikamente beim Menschen einzusetzen. Andere Veränderungen am Erbgut sind simpler: Das Blutverdünnungsmedikament Atryn stammt aus der Milch gentechnisch veränderter Ziegen. 100 Kilogramm des Wirkstoffs konventionell zu produzieren, kostet bis zu 500 Millionen Dollar, 150 dieser gentechnich veränderten und geklonten Ziegen schaffen das zu einem Zehntel der Kosten.

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Sascha Karberg
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