wissen.de
You voted 5. Total votes: 264
wissen.de Artikel

Das Attentat vom 20. Juli 1944

Operation Walküre und der gescheiterte Anschlag gegen Hitler

...

Verwirrung und Scheitern

Einige Stunden lang herrscht Verwirrung unter den Verschwörern – mit fatalen Folgen. Die Umsturzpläne der "Operation Walküre" laufen nur in Teilen an, in einem falsch versandten Telegramm verraten sie sich zudem. Wenig später dann die Gewissheit: Hitler den Anschlag überlebt, er wurde nur leicht verletzt: "Auf den Führer wurde heute ein Sprengstoffanschlag verübt. Der Führer selbst hat außer leichten Verbrennungen und Prellungen keine Verletzungen erlitten", heißt es in einer Radioverlautbarung.

Für den Widerstand ist dies das Ende: Noch am gleichen Abend umstellen hitlertreue Truppen ihre Zentrale im Bendlerblock in Berlin. Die Verschwörer werden zu Hochverrätern erklärt und vier von ihnen noch vor Ort erschossen, darunter auch Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Andere, wie Henning von Tresckow, Chef des Stabes der Heeresgruppe Mitte, begehen Selbstmord oder werden später gefangen und hingerichtet. Insgesamt werden im Rahmen der  Ermittlungen und Vergeltungsaktionen gut 700 Menschen inhaftiert und 110 hingerichtet, darunter nicht nur Mitglieder der Widerstandsgruppe um Stauffenberg, sondern auch andere Regimegegner.

NPO
You voted 5. Total votes: 264