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Darum sind Boxspringbetten so beliebt

Boxspringbetten werden immer beliebter und es ist nicht nur eine Modeerscheinung. Herübergeschwappt sind diese Art der Betten aus Amerika und wer einmal in einem solchen Bett geschlafen hat, wird die Vorzüge zu schätzen wissen. Man könnte fast sagen, dass man sich in Boxspringbetten wie die Prinzessin auf der Erbse fühlt. Weich gebettet ist man hier und ein guter Schlaf ist fast garantiert. Welche Unterschiede es zu herkömmlichen Betten gibt, möchten wir in diesem Artikel erklären.

Doppelbett
Federkasten statt Lattenrost

Was ist eigentlich ein Boxspringbett?

Fast jeder hat den Begriff Boxspringbett schon mindestens einmal gehört. Doch die wenigsten Menschen kennen die genaue Bedeutung. Dabei leitet sich der Name aus „Box“ und „Spring“ ab und bedeutet etwa Feder in der Box. Die Box selbst hat einen ganz simplen und einfachen Federkern oder Taschenfederkern, der praktisch als Bettgestellersatz dient und den Lattenrost ersetzt. Die Matratze kommt dann auf diese Federkernbox und darauf meist noch ein weicher Topper, als extra Schicht, die besonders angenehm ist.

Welche Matratzen sind für Boxspringbetten geeignet, wenn kein Lattenrost vorhanden ist?

Durch das Fehlen des Lattenrostes sind natürlich nicht alle Matratzen für ein Boxspringbett geeignet. Idealerweise sollte nicht nur die Box mit einer Federkernmatratze ausgestattet sein, sondern auch die Matratze sollte eine Federkern- oder Taschenfederkernmatratze sein. Auch eine Schaummatratze kann eine gute Alternative darstellen.

Der Unterschied zwischen Federkern- und Taschenfederkern ist, dass die Federn bei der Taschenfederkernmatratze in Taschen eingearbeitet sind. Sie haben den Vorteil, dass sie autark reagieren können und so punktuell entlastend wirken. Die Federkernmatratze hingegen hat nur eine Flächenentlastung und richtet sich nicht perfekt auf den Körper aus.

Zudem ist die Taschenfederkernmatratze sehr beliebt, wird aber vor allem in Deutschland so langsam von den Schaummatratzen abgelöst. Diese sind oftmals günstiger, was aber nicht heißt, dass sie auch besser sind. Denn eine gute Matratze kostet nun einmal ihr Geld, und wenn man bedenkt, dass man rund 25.000 Stunden auf einer Matratze verbringt, sollte sie schon sehr hochwertig sein.

Das Gerücht der harten Matratzen

Vor vielen Jahren gab es so gut wie keine Auswahlmöglichkeit von Matratzen. Es gab die Federkernmatratze und das war es dann auch schon. Seit dieser Zeit ist aber das Gerücht, dass nur harte Matratzen gute Matratzen sind, im Umlauf. Allerdings wurde dies in zahlreichen Schlafstudien durch Wissenschaftler widerlegt! Warum aber noch immer dieser Irrglaube herrscht, weiß kein Mensch.

Der Grund damals war eigentlich ganz einleuchtend. Denn war die Matratze nicht mehr hart, sondern weich, hing sie in der Regel durch. Dies hieß gleichzeitig auch, dass sie für die Wirbelsäule absolut schädlich ist und Rückenschmerzen vorprogrammiert sind. Von daher hieß es früher, dass nur harte Matratzen gute Matratzen sind. Dies hat sich aber in der Zwischenzeit definitiv geändert, da es weitaus mehr Matratzenarten als Früher gibt.

Boxspringbetten sind schon seit über 80 Jahren im Einsatz

Boxspringbetten an sich gibt es schon seit mehr als 80 Jahren und selbst die Titanic wurde mit diesen Betten ausgestattet. Selbstverständlich haben diese sich im Laufe der Jahre, was Druckentlastung und Atmungsaktivität angeht, deutlich verbessert. Doch noch immer scheinen sie hierzulande als neuartige Erfindung zu gelten.

Dabei haben diese Betten hervorragende Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Vergleicht man diese mit herkömmlichen Betten, muss ganz klar gesagt werden, dass Boxspringbetten diesen vorzuziehen sind. Vor allem auf das Prinzip Taschenfederkern basieren die Vorteile dieser Bettenart.

  • Die Atmungsaktivität: Durch die Federkern- oder Taschenfederkernmatratze hat ein Boxspringbett eine perfekte Durchlüftung. Die Luft kann im Inneren zirkulieren und die Feuchtigkeit entweichen. Dies heißt natürlich, dass Mikrobakterien und Milben kaum eine Chance haben. Doch Vorsicht bei luftundurchlässigen Boxen, diese sind nicht atmungsaktiv und nicht selten können hier die Matratzen sogar schimmeln.
  • Die Anpassungsfähigkeit: Die Anpassungsfähigkeit einer Matratze ist ebenfalls besonders wichtig, wenn es um einen gesunden und erholsamen Schlaf geht. Eine Taschenfederkernmatratze kann sich perfekt an den Körper anpassen und somit auch entlastend wirken. Nur eine Kaltschaummatratze, die optimal auf die Person abgestimmt ist, kann hier mithalten.
  • Die Stützfunktion: Eine Matratze muss zwar druckentlastend wirken und auch ein Stück weit weich sein, doch hierdurch darf die Stützfunktion nicht beeinträchtigt werden. Gerade, wenn die Matratze keine Stützfunktion hat, sind Rückenschmerzen garantiert. Auch hier kann die Taschenfederkernmatratze punkten, da sie mit ihren zahlreichen Federn eine hervorragende Stützfunktion ausübt.
  • Die Druckentlastung: Neben der Stützfunktion spielt auch die Druckentlastung eine große Rolle. Eine Schaummatratze kann nur sehr selten eine so hohe Druckentlastung erreichen, wie etwa die Federkernmatratze. Wer sich etwas besonders Gutes tun möchte, hat zudem die Möglichkeit eine Mischmatratze zu erwerben. Diese ist mit Taschenfedern sowie Gel oder Viskoschaum gefertigt und bietet somit eine sehr gute Druckentlastung.

Wie man sich auch entscheidet, man sollte bedenken, dass gerade die Federkern- oder Taschenfederkernmatratzen fast überall die Nummer Eins sind. Nur in Deutschland sieht man immer häufiger, dass Menschen sich auf günstige Schaummatratzen besinnen. Nicht umsonst ist die Taschenfederkernmatratze so beliebt. Die hat im Endeffekt alles, was eine gute Matratze benötigt. Und wem diese zu fest ist, der kann natürlich auch noch einen Topper nutzen, um ein wenig Komfort zu bieten.

Boxspringbetten sind an sich hervorragend für jedermann geeignet. Personen, die Rückenbeschwerden haben profitieren ebenso davon, wie Menschen mit Übergewicht. Aber auch „Leichtgewichte“ werden mit einem Boxspringbett sehr zufrieden sein. Es kommt immer auf die perfekte Matratze an, die natürlich optimal auf die betreffende Person abgestimmt sein muss.

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