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Damit das Fliegen nicht zum Horrortrip wird - Was tun gegen Flugangst?

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Atmen und Entspannungsübungen

Bei akuter Angst und Panik hilft es, bewusst tief ein- und auszuatmen. Am besten zählt man bis drei, während man durch die Nase einatmet und dann bis sechs während man durch den Mund langsam wieder ausatmet. Das verhindert ein zu schnelles Atmen und wirkt zudem beruhigend auf das Stresssystem des Körpers.

Auch Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation kann die Angst lindern. Dabei werden einzelne Muskelgruppen - Beine, Oberkörper, Arme und Gesicht - für etwa zehn Sekunden angespannt und dann abrupt wieder losgelassen und entspannt. Der Unterschied zwischen gezielter Anspannung und gefühlter Entspannung löst unangenehme Verspannungen und lenkt zudem von der Angst und ungewohnten Umgebung ab.

Die wichtigsten Tipps gegen Flugangst

  1. Vermeiden Sie Stress vor dem Flug und auf dem Weg zum Flughafen.
  2. Nehmen Sie die Lieblings-Musikstücke mit oder ein spannendes Hörbuch, dass Sie beim Flug hören können.
  3. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Verzichten Sie im Flugzeug aber auf Kaffee und Alkohol.
  4. Schokolade oder andere Süßigkeiten können gegen Schwindel und absackenden Blutzuckerspiegel helfen und beruhigen.
  5. Üben Sie schon im Vorhinein Entspannungsübungen, die Sie im Flugzeug durchführen können. Atmen Sie bewusst ruhig und gleichmäßig.

Seminare gegen Flugangst

Viele Fluggesellschaften bieten inzwischen Seminare gegen Flugangst an. Bei diesen erhält man nicht nur mehr Wissen über die technischen Seiten des Fliegens – was die Angst vor dem Unbekannten nehmen kann. Auch die psychologischen Aspekte der Flugangst werden hier ausführlich erklärt und behandelt. Übungen helfen dabei, die Angst schrittweise zu überwinden. Bei einigen Seminaren findet am Schluss ein Flug in Begleitung von Psychologen statt.

Wenn die Angstsymptome sehr stark ausgeprägt sind und eher schlimmer werden als besser, dann sollte man sich nicht scheuen, ärztliche Hilfe zu suchen.  Der Arzt kann klären, ob eine tiefgreifende Angststörung vorliegt. Er kann dann entsprechende Therapien auswählen, die dabei helfen, diese zu überwinden.

NPO, 03.07.2015
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