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CBD Öl ist als Naturheilmittel auf dem Vormarsch

Wirft man einen Blick auf die Fülle an Nahrungsergänzungsmitteln, die es heutzutage zu erwerben gibt, lassen sich diese vornehmlich in drei Kategorien gruppieren: in die der Heilpflanzen, der Öle und der Nahrungs(ergänzungs)mittel. Was sie eint ist, dass sie frei von chemischen Zusätzen sind und als Naturheilmittel mehr und mehr Einzug halten in die Riege der Heilmittel, die sich neben die Mittelchen der Schulmedizin reihen. Viele Nahrungsergänzungsmittel sind bekannt – die einen mehr und die anderen weniger. Ein vergleichsweise irritierendes Naturheilmittel, das jedoch immer mehr im Rampenlicht erscheint, ist das sogenannte CBD Öl. Was sich dahinter verbirgt, verrät dieser Beitrag.

Was ist CBD Öl?

CBD ist per Definition eine chemische Verbindung, die aus Cannabis gewonnen wird. Benannt wurde das CBD Öl nach einem von 113 Cannbinoiden, dem sogenannten Cannabidiol. Im Unterschied zur wohl bekanntesten chemischen Verbindung der Cannabispflanze, dem THC, ist CBD nicht psychoaktiv. In der Folge kann CBD Öl auch keine psychoaktive Wirkung auf den Konsumenten haben. Wer sich ganz präzise ausdrücken möchte, formuliert den Vorgang im Übrigen so: Extrahiert wird CBDa (und nicht CBD) – und zwar direkt aus der Cannabispflanze. Die Sorge um den THC-Gehalt der Präparate ist im Übrigen unbegründet, da frei verkäufliche CBD Öle maximal 0,2 Milligramm THC beinhalten dürfen. Jegliche Überschreitung ist in Deutschland nämlich ohnehin verboten.

Was ist CBDa?

Bei CBDa handelt es sich um den Vorläufer von CBD. CBDa ist das, was eine Cannabispflanze im Laufe ihrer Wachstumsphase produziert. Dieser Vorläufer des eigentlich wichtigen Cannbinoids ist solange „inaktiv“ bis es die Phase der Decarboxylierung durchlaufen hat. Und das wiederum bedeutet, dass CBDa erhitzt werden muss (durch Verdampfen, Rauchen oder Kochen). Während diesem Prozess wird das Kohlendioxid gespalten. Aus CBDa wird CBD. Aus THCa wird THC.

Zum fertigen Produkt: Wie wird CBD Öl eigentlich konsumiert?

CBD Öl kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise dem Körper zugeführt werden. Die optimale Wirkung entfaltet CBD Öl im Körper dann, wenn 15 Minuten nach dem Konsum weder gegessen noch getrunken wird. Öl kann in seiner flüssigen Form ganz praktisch oral aufgenommen werden. Einige Tropfen werden (nach einem Blick auf die Mengenangabe des Herstellers) unter die Zunge geträufelt. Dort sollte das Öl für einige Sekunden bleiben, bevor die Konsumenten es schlucken.

Da viele Konsumenten nur wenig mit dem urtypischen Geschmack des CBD Öls anfangen können, vermengen einige das Öl mit Getränken oder Speisen. Die Alternative, die nur wenig Vorbereitung in der Einnahme erfordert, ist CBD Öl in Kapselform. Kapseln können flexibel überall dort konsumiert werden, wo ein Schlückchen Wasser darauf wartet, die Kapseln hinunterzuspülen. Der Vorteil: Die Kapselhülle löst sich erst im Magen und sorgt so dafür, dass der Geschmack des CBD Öls sich nicht dort ausbreitet, wo sich die Geschmacksnerven befinden, nämlich im Mund.

Pillen, Liquide für den Verdampfer und sogar Kaugummi-Extrakte gibt es mittlerweile mit einem bestimmten CBD-Gehalt. So findet jeder Konsumtyp auch das passende Präparat.

Worauf ist bei der Dosierung zu achten und wie schnell stellt sich ein Effekt ein?

Über die Dosierung von CBD Öl sollten besser keine pauschalen Tipps verbreitet werden. Nur der Hersteller des jeweiligen Produkts kennt die Zusammensetzung des CBD Öls, den Wirkkomplex und die Wirkstoffdichte, die Aussagen darüber ermöglichen, welche Dosierung zum Präparat passt. Darüber hinaus ist es wichtig, welche Dosierung zum Konsument passt, denn jeder Körper reagiert anders auf CBD.

Grundsätzlich wird Öl, das tröpfchenweise unter die Zunge gegeben wird, schnell über die Schleimhäute ins Blut transportiert. Da es sich um ein Naturheilmittel handelt, kann es jedoch bis zu zwei Wochen dauern, bis ein Effekt spürbar wird. Die Effekte können ebenfalls ganz unterschiedlicher Art sein.

Grundsätzlich wird CBD Öl eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, die vornehmlich dazu dient, chronische Schmerzen (und Entzündungsherde im Körper) zu lindern. Fibromyalgie, Arthritis, Sklerose, Parkinson, Migräne, Depressionen sowie Schlafbeschwerden sind mögliche Anwendungsfelder.

Wie hoch ist das Risiko von Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen sind selten, außer es handelt es sich um eine klassische Allergie gegen den Naturstoff. Da eine Allergie bei den meisten Menschen erst dann „bekannt“ wird, wenn die erste allergische Reaktion bereits aufgetreten ist, können nur die Wenigsten im Vorfeld sagen, ob sie gegen CBD Öl allergisch sind.

Das Gute ist, dass die Nebenwirkungen (im Gegensatz zu den erhofften Wirkungen) meist recht schnell auftreten, so dass sowohl der Konsum eingestellt werden kann als auch ggf. Gegen-Maßnahmen gegen die allergische Reaktion initiiert werden können.

Neben der klassischen allergischen Reaktion auf CBD Öl kann der Körper auch schlichtweg „irritiert“ reagieren, wenn ihm für ihn neuartiges Öl durchläuft. Die Folge: trockener Mund, flacher Bauch, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Konzentrationsschwierigkeiten und ein schlechtes Erinnerungsvermögen sind die häufigsten Nebenwirkungen von CBD Öl.

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