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Buschessen und Barbie

Essen auf dem fünften Kontinent

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Aborigine mit Didgeridoo und Schild

Ureinwohner mit einem Beispiel volkstümlichen Kunsthandwerks (Didgeridoo und Schild)

„Australische Küche“ ist ein dehnbarer Begriff. Das Essen des fünften Kontinents ist ebenso vielfältig wie Land und Leute. Was wollen Sie heute genießen? „Bush tucker“, Buschleckereien nach Art der Aborigines mit den köstlichsten Käfern, Larven, Wurzeln und Wildbeeren? Krokodilsteaks? Fish & Chips? Ein knackiges Curry aus dem Wok eines der vielen chinesischen Einwanderer, die oft das ganze kulinarische Angebot der Kleinstädte bestimmen?

Oder ein bisschen von allem? Den Gaumen kitzeln können Sie bei der liebsten Freizeitbeschäftigung des Australiers: der „barbie“. Weil in „down under“ eben alles ein bisschen anders ist, versteckt sich hinter diesem Kosenamen nicht jene bekannte, ebenso langmähnige wie langbeinige Puppe, sondern eine handfeste Grillparty (von engl. „barbecue“). Meer, Regenwald und Steppe sorgen dabei für einen reich gedeckten Tisch.

Ein paar Spezialitäten, die es anderswo nicht gibt, sind die kleinen aromatischen Buschtomaten, Yabbies (Süßwasserlangusten), der König der Fische Barramundi und – natürlich – Kängurufilets. Dazu schmecken fantasievolle, asiatisch angehauchte Saucen und Chutneys z.B. aus Zitronenmyrte und Tasmanischem Pfeffer oder der pfirsichartigen Quandongfrucht. Vor der grandiosen Kulisse des Outbacks atmet der mitgebrachte Rotwein Shiraz erst die richtige Blüte.

Apropos mitbringen: Sollten Sie einmal ein australisches Restaurant besuchen, stecken Sie am besten einen guten Tropfen ein. Die meisten Gaststätten haben nämlich keine Schanklizenz. Es gilt: BYO („Bring your own“) und gegen ein kleines Korkgeld darf der Gast seine eigenen Flaschen entstopseln.

 

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Monika Wittmann
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