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Beklebte Scheine - die Rationierung bleibt

Neue Währung in der Ostzone am 23. Juni 1948

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Vorläufig stehen in der Ostzone noch keine neuen Banknoten zur Verfügung, weil es an hochwertigem Papier für den Druck fehlt. Da jedoch die Währungsumstellung innerhalb kurzer Zeit vorgenommen werden muss, behilft man sich mit Kupons, die auf die alten Geldscheine geklebt werden. Nicht beklebte Scheine verlieren ihre Gültigkeit. Das neue Geld trägt daher vorerst die Bezeichnung "Kuponmark".


1946 / Vorhang / DM-Ausgabe

26.06.1948 / Berlin Im westlich kontrollierten Teil der Stadt versuchen zahlreiche Berliner, in die Banken zu gelangen. Sie wollen dort ihr Geld anlegen, bevor die Allierten die Banken schließen lassen.

Die Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht zur Währungsreform in der Ostzone schließt das gesamte Stadtgebiet von Berlin, also auch die drei Westsektoren der Stadt, ein. Dies hat zur Folge, dass die Westalliierten die Durchführung der Währungsreform in ihren Sektoren untersagen. Am 24. Juni kündigen sie ihrerseits die Ausdehnung der westzonalen Währungsreform auf den Westteil Berlins an, was ursprünglich von ihnen nicht beabsichtigt war. Noch am 22. Juni hatten sie ihre prinzipielle Bereitschaft gegenüber der UdSSR bekundet, die Westsektoren Berlins in eine ostzonale Währungsreform einzubeziehen - sofern dies unter gemeinsamer Kontrolle geschehe. Einen derartigen Schritt lehnte die SMAD jedoch ab. Auf die Einführung der DM - versehen mit dem Stempelaufdruck "B" - in Berlin reagiert die sowjetische Seite mit der Blockade der Stadt. Zugleich verbietet sie den Besitz und die Einfuhr der DM in den Ostsektor der Stadt; dagegen besitzen in den Westsektoren sowohl die DM als auch die "Kuponmark" Gültigkeit.
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aus der "Chronik 1948" (Chronik-Verlag)
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