wissen.de
You voted 3. Total votes: 109
wissen.de Artikel

Beklebte Scheine - die Rationierung bleibt

Neue Währung in der Ostzone am 23. Juni 1948

Aufgrund des Befehls Nr. 111 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) wird in der Ostzone und im Gebiet von Groß-Berlin die Durchführung einer Währungsreform angeordnet. Nachdem am 19. Juni in den drei Westzonen eine Währungsreform angekündigt worden war, sah sich die sowjetische Besatzungsmacht zum schnellen Handeln gezwungen, weil sonst die Ostzone mit entwerteter Reichsmark (RM) aus den Westzonen überschwemmt worden wäre.


Die Ausführungsbestimmungen des SMAD-Befehls und einer auf den 21. Juni zurückdatierten Anordnung der Deutschen Wirtschaftskommission der Ostzone (DWK) sehen eine differenzierte Abwertung des alten Geldes vor: 70 RM können als "Kopfquote" zum Kurs von 1:1 umgetauscht werden; weitere Bargeldbestände werden im Verhältnis 10:1 abgewertet. Die Umwertung der Sparkonten erfolgt gestaffelt:

  • Sparkonten bis zu 100 RM können 1:1 umgetauscht werden
  • Sparguthaben bis zu 1000 RM werden im Verhältnis 5:1 und ab 5000 RM im Verhältnis 10:1 abgewertet
  • Ab 5000 RM Guthaben muss der Kontoinhaber den rechtmäßigen Erwerb des Geldes nachweisen. Als nicht rechtmäßig erworbenes Geld werden unter anderem Schwarzmarktgewinne und Einkünfte aus Spekulationsgeschäften bezeichnet

Tapetenmark 1948 in der sowjetischen Besatzungszone. Mangels neuer Geldscheine wurden alte Reichsmarkscheine mit Wertkupons beklebt Honorarfrei! Pr. 397 100 dt. Jahre, 18/10

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
aus der "Chronik 1948" (Chronik-Verlag)
You voted 3. Total votes: 109