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Beiersdorf AG - ein Porträt

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Mit seiner Kosmetik- und Pflegemittelmarke Nivea wäre Beiersdorf nach Ansicht von Analysten eine sehr gute Ergänzung für die französische L'Oréal, die bislang vor allem bei Haarpflegeprodukten eine starke Stellung hat. Für die freien Beiersdorf-Aktionäre wären die Franzosen der interessantere Partner, da L'Oreal bei einer Übernahme ein Abfindungsangebot abgeben müsste, das den Aktionären üblicherweise eine satte Prämie beschert. Tchibo, das bereits 30 Prozent hält, müsste bei einer Aufstockung seiner Anteile die Aktionäre dagegen nicht abfinden.

Beiersdorf kann auch alleine wachsen

Den Beiersdorf-Vorstand interessieren derlei Spekulationen weniger. Die seit Monaten herrschende Unsicherheit über die künftigen Mehrheitsverhältnisse und die Ausrichtung des Konzerns verunsichern die Mitarbeiter und erschweren das laufende Geschäft. "Längere Schwebezustände wirken sich niemals gut auf die ökonomische Prosperität aus", heißt es aus der Hamburger Konzernzentrale. Konzernchef Rolf Kunisch hofft noch immer darauf, dass die Allianz ihre Beteiligung behält und Beiersdorf aus eigener Kraft weiter wachsen kann. "Größere Konkurrenten werden uns kaum zu stärkerem Wachstum verhelfen", sagte Kunisch den Aktionären während der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft.

Der Grund: Beiersdorf hat mit seiner Hauptmarke Nivea eine hervorragende Marktstellung. Eine Marke zum Marktführer in ihrem Segment zu machen und das Geschäft auf Basis dieser starken Marke dann weiter auszubauen, ist die Erfolgsstrategie des Hamburger Konzerns. Wenn Nivea nur noch eine Marke unter vielen in einem Konzern wäre, könnte sie an Stärke im Markt verlieren, fürchtet Kunisch.

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Nils Jacobsen
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