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Autoradarsensoren: Jede Menge Her(t)z

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Durch die Breitbandtechnik wird eine hohe Tiefenauflösung ermöglicht, so dass verschiedene Objekte unterscheidbar sind. Zum genauen Standort kann auch noch die Bewegungsrichtung bestimmt werden. Auf dieser Grundlage kann intelligente Software einschätzen, welche Objekte mögliche Gefahrenquellen oder Hindernisse darstellen. Sichtbare oder hörbare Signale warnen den Fahrer dann vor potenziellen Gefahren. Der Grundgedanke dabei ist, Zeit zu gewinnen. Denn viele Unfälle entstehen nicht aus Fahrfehlern, sondern weil der Fahrer auf eine Gefahrensituation zu spät reagiert. Anders als bei den bestehenden Sicherheitssystemen, wie z.B. bei Airbags, wird das System nicht durch den Unfall aktiv, sondern bereits vorausschauend vor einem möglichen Unfall.

Sichereres und bequemeres Fahren

Mit dieser Technologie wird es möglich, einen Umkreis von rund 20 Metern um ein Fahrzeug zu überwachen. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, die sich eröffnen. Sie reichen von der Komfortverbesserung beim Parken bis zur Minderung von Unfallfolgen - und im besten Fall sogar zur Unfallvermeidung. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt der Autoindustrie, den Straßenverkehr sicherer zu machen, also die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr weiter zu senken. Diese hat 2003 den niedrigsten Stand seit Einführung der Statistik 1953 erreicht, obwohl in der Zwischenzeit die Fahrleistung um über 1000 Prozent gestiegen ist.

"Das Plus an Sicherheit zeigt sich vor allem bei Spurwechseln, drohenden Auffahrunfällen, Objekten im toten Winkel oder bei Abbiegemanövern, also in potenziellen Gefahrensituationen", erklärt Bujnoch, "die ohne ein Radarsystem häufig nicht als solche erkannt werden." Die Statistik untermauert die Vorteile dieser Systeme und beziffert den Anteil aller Auffahrunfälle, die durch Radarsysteme günstig beeinflusst werden könnten, mit 88 Prozent. Neben der Fahrsicherheit profitiert auch der Fahrkomfort von den Möglichkeiten der neuen Technologie - beispielsweise in Form von Stop-and-Go-Assistenten, die im Stau oder bei zähflüssigem Verkehr zum Einsatz kommen. "Aufgrund all dieser Vorteile sind wir davon überzeugt, dass zukünftige Generationen von Fahrzeughaltern ohne Zweifel ähnlich dankbar auf die Einführung der Automobil-Radarsysteme zurück blicken, wie etwa auf die Erfindung der Servolenkung und des Airbags", so Bujnoch über die Bedeutung der Sensortechnik.

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