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Argentinien im Falklandkrieg

Nationalstolz und Proteste gegen Junta

2. 4., Buenos Aires. In Argentinien löst die Nachricht von der Invasion auf den Falklandinseln nationale Begeisterung aus. Die Eroberung der Islas Malvinas (so der argentinische Name der Falklands) verdrängt die innenpolitischen Probleme aber nur vorübergehend aus dem Bewusstsein der Bevölkerung.

Je mehr sich die britische Kriegsflotte der Inselgruppe im Südpazifik nähert, desto sorgenvoller schauen die Argentinier der Konfrontation mit der Großmacht entgegen. Die anfangs von nationalen Gefühlen getragenen Großkundgebungen gewinnen Ende April einen anderen Charakter. Zwar befürwortet weiter ein Großteil der Bevölkerung die Besetzung der Malvinen, jedoch mischen sich in den Jubel mehr und mehr Proteste gegen die Militärregierung. Viele Menschen befürchten, dass die militärische Lösung des Konflikts um die Inseln die wirtschaftliche Situation Argentiniens noch weiter verschlechtern könnte, zumal die westeuropäischen Staaten und die USA ein Handelsembargo gegen ihr Land verhängt haben. Letztlich trägt die militärische Niederlage im Falklandkrieg entscheidend zum Zusammenbruch des Militärregimes bei.

aus der wissen.de-Redaktion; Quelle Chronik Verlag
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