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Angst vorm Zahnarzt

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Spritzen und Bohrer als Auslöser

Spritze, Injektionsnadel, Gesundheit

Patienten fürchten sich vor den unterschiedlichsten Dingen. Zu denen, die am häufigsten Angst auslösen, gehört die Spritze - etwa ein Viertel aller Ängstlichen denkt mit Grauen an die lange, dünne Injektionsnadel. Auch der Bohrer gehört in die Hit-Liste der Angst-Auslöser. Sowohl das Geräusch des Geräts als auch die bloße Ansicht werden als schlimm empfunden. Ebenfalls übel finden einige den Zahnarztstuhl, in dem man schutz- und hilflos liegt und nach Belieben hin- und hergeklappt werden kann. Andere sind schon starr vor Schreck, wenn sie nur den speziellen Geruch einer Praxis in die Nase bekommen oder einen Weißkittel sehen.

Die Angst kommt nicht von ungefähr. Etwa zwei Drittel der Furchtsamen, schätzt Peter Jöhren, medizinischer Leiter des Bochumer Therapiezentrums für Zahnbehandlungsangst, haben "traumatische Erlebnisse in der Kindheit" hinter sich. Womöglich hat der Zahnarzt mit der Spritze einen Nerv getroffen, ist versehentlich beim Bohren abgerutscht oder verursachte andere unangenehmen Empfindungen. So ein Schmerz wird selten vergessen. Gerade Kinder, die ohnehin seelisch noch nicht gefestigt sind, verbinden den Reiz, der weh tut, mit dem gerade Gesehenen: Beim nächsten Mal reicht dann schon der Anblick des Bohrers, um sich wieder an den Schmerz zu erinnern und Furcht hochsteigen zu lassen. Wird danach keine gegenteilige Erfahrung mehr gemacht, verfestigt sich das Gelernte: Eine klassische Konditionierung hat stattgefunden.

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Annette Bolz
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