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Als die Giftwolke kam

Am 10. Juli 1976 explodierte in Seveso eine Chemiefabrik und Dioxin verseuchte die Region.

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Im Herbst 1976 begannen die Entseuchungsarbeiten, der giftige Schutt wurde in verstärktem Beton vergraben. Erst 1982 machte sich die Firma Mannesmann-Italia auch an die Aufräumarbeiten in dem Gebäude mit dem Havariekessel. Der Inhalt des Kessels kam in 41 Fässer, die auf Lastwagen zur Entsorgung nach Frankreich gebracht werden sollte. Doch die Fässer verschwanden zunächst spurlos und tauchten erst ein Jahr später auf einem ehemaligen Schlachthof in Frankreich wieder auf. 1985 wurde ihr Inhalt verbrannt.

Heute ist das „Sperrgebiet A“ in Seveso ein Naherholungsgebiet. Dort wo die „Fabrik der Düfte“, wie die Bevölkerung die Icmesa nannte, stand, gibt es jetzt ein Sportzentrum, über der Sondermüllhalde wächst der „Bosco delle Querce“, ein Eichenwald. Nach eigenen Angaben hat der Konzern Hoffmann-La Roche mehr als 300 Millionen Franken für Entschädigungszahlungen, Prozesskosten und die Abtragung der verseuchten Erde aufgewendet.

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Seveso, Italien, Dioxin Unglück; Massensterben von Schafen 2 Monate nach der Katastrophe; aus: Chr. 1976 S. 114 Pr. 366 Chr.20.Jh. S. 477 M.o.

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von Iris Hilberth, wissen.de
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