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Ali – Die Heimkehr

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Cesaretti sagt: „Ein Großteil der Infrastruktur wurde von den Portugiesen zerstört, als sie das Land 1975 verließen. Unmittelbar danach brach der Bürgerkrieg aus, der 19 Jahre dauerte und noch mehr Schaden anrichtete.“ Das ist der Hauptgrund, warum sich die Produktion mit einer ganzen Reihe logistischer Probleme konfrontiert sah: Kameras mussten aus den USA eingeflogen werden; Wohnwagen wurden aus Großbritannien geschickt; Kabel und Scheinwerfer, eigentlich auf dem Weg nach England, mussten von Neuseeland nach Mosambik dirigiert werden. Aufgrund der knappen medizinischen Möglichkeiten und Einrichtungen in Maputo und wegen der großen Menge Statisten, die für die Stadionszenen gebraucht wurden, musste die Produktion ihre eigene Medizinmannschaft, Notfallflugzeuge und Ärzte, die rund um die Uhr zur Verfügung standen, anheuern.

„Ali boma ye!“

Koproduzent John D. Schofield und Herstellungsleiter Kevin W. De La Noy wurden wegen ihrer Erfahrungen bei Drehs in Afrika eingeflogen. Um Manns Vision zum Leben zu erwecken, stellten sie eine Crew zusammen, die sich aus vielen Nationalitäten und Sprachen zusammensetzte. Die Crewmitglieder sprachen Englisch, Französisch, Lingala, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Afrikaans und eine Reihe von Stammessprachen. Sie kamen aus den USA, Großbritannien, Italien, Australien, Südafrika, Mosambik, Ghana, Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo sowie einer Anzahl weiterer afrikanischer Nationen. Mit dieser multiethnischen Ansammlung von Mitarbeitern war es ein Leichtes, dem internationalen Charakter der Geschichte gerecht zu werden.

Aber nicht nur die fehlende Infrastruktur erschwerte die Dreharbeiten. Zahlreiche Überschwemmungen hatten Mosambik heimgesucht, deren Folgen die Arbeit zusätzlich belasteten. Cesaretti erklärt: „Ein Jahr vor dem Dreh wurde Mosambik von einer Springflut nach der anderen überrascht, die Straßen und Brücken zerstörten, Landminen freispülten und Häuser wegwuschen. Am schlimmsten traf es den Norden des Landes, der zum Glück relativ weit von dem Ort entfernt ist, an dem wir die meisten Szenen drehen wollten.“

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