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Albert Einstein: 1905 – das Wunderjahr auf dem Papier

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Die zweite Arbeit des “annus mirabilis“ trägt den etwas sperrigen Titel „Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen“. In ihr greift Einstein eine alte Beobachtung auf, die der britische Botaniker R. Brown (1773-1858) im Jahre 1827 veröffentlicht hatte: Dieser hatte winzig kleine Pollen in einer Flüssigkeit verteilt. Unter dem Mikroskop beobachtete er, dass sich diese Pollen in der Flüssigkeit auf unregelmäßige Art und Weise bewegten. Und dies, obwohl die Flüssigkeit in Ruhe war, und sich Pollen bekanntlich nicht von selbst bewegen können. Das Phänomen heißt bis heute „Brownsche Bewegung“. Einstein erklärt diese Bewegung der im Vergleich zu den Flüssigkeitsmolekülen riesigen Pollen mit den Stößen, die sie durch die Wärmebewegung der Moleküle erfahren. Aber nicht nur das. Er zeigt außerdem, wie man durch Beobachtung dieser Bewegung auf die wahre Größe der Moleküle schließen kann. Damit kann mit jedem besseren Mikroskop die tatsächliche Existenz von Molekülen, bzw. Atomen nachgewiesen werden. Noch im Jahre 1905 waren Atome für viele Physiker hypothetische Teilchen, die es zwar in der mathematischen Physik, aber nicht „wirklich“ gab. Einstein belehrt sie eines besseren und gehört damit zu den ersten „Atomphysikern“.

Band 17, Seite 891: Zur Elektrodynamik bewegter Körper - die Spezielle Relativitätstheorie

Die dritte Arbeit des Jahres 1905, die Albert Einstein im Juni den „Annalen“ zugeschickt hatte, hat zwar den kürzesten Titel aber die größte Tragweite. Hinter der unscheinbaren Überschrift steckt nichts Geringeres als die „Spezielle Relativitätstheorie“.

Auf 31 Seiten entwickelt Einstein seine revolutionären Gedanken über Raum und Zeit. Der Stil des Artikels mutet einen heutigen Physiker etwas fremd an:

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Dirk Soltau
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