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Adolf Hitlers Agitationsbasis

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NSDAP: Struktur, Organe und Symbole

Nach dem Verbot (November 1923) und der Neugründung (Februar 1925) der NSDAP entwickelte sich in mehreren Stufen über den Regierungsantritt Hitlers (Januar 1933) hinaus folgende Gliederungsstruktur: An oberster Stelle stand der "Führer" mit der "Kanzlei des Führers". Neben dem "Stellvertreter des Führers" bestand unterhalb dieser Spitze die "Reichsleitung"; die einzelnen Reichsleiter stellten kein kollegiales Organ dar, sondern waren je einzeln allein Hitler verantwortlich. Auf der mittleren Ebene gliederte sich die NSDAP in Gaue (Gauleiter), auf der unteren in Kreise (Kreisleiter) und Ortsgruppen (Ortsgruppenleiter). Gliederungen ohne eigene Rechtspersönlichkeit innerhalb der Partei waren die SA, die SS, das NS-Kraftfahrer-Korps (NSKK), die Hitler-Jugend (HJ), die NS-Frauenschaft, der NS-Deutsche Dozentenbund (NSDDB) und der NS-Studentenbund (NSDStB). Der NSDAP "angeschlossene Verbände" waren u. a. der NS-Deutsche Ärztebund, der NS-Rechtswahrerbund, der NS-Lehrerbund, die NS-Volkswohlfahrt und der NS-Bund Deutscher Technik. Der Reichsarbeitsdienst (Arbeitsdienst) war ab 1935 staatliche Organisation, war aber durch Tracht und Symbolik sowie durch den Parteirang des "Reichsarbeitsführers" als Reichsleiter der NSDAP quasi als Gliederung charakterisiert. Eine ähnliche Sonderstellung hatte die Deutsche Arbeitsfront (DAF), der Reichsnährstand hatte den Status einer von der NSDAP "betreuten" Organisation.

Presseorgane der Partei waren: "Völkischer Beobachter" (1921–45), "Nationalsozialistische Monatshefte" (seit 1930), "Das Reich. Deutsche Wochenzeitung" (1940–45) sowie die gleichgeschalteten Gau-Zeitungen. Darüber hinaus gab es auch Presseorgane der SA und SS sowie anderer Gliederungen und angeschlossener Verbände.

Das Parteiabzeichen war das von einem Eichenkranz umzogene und einem stilisierten Adler in die Fänge gegebene Hakenkreuz. Flaggen und Fahnen der NSDAP waren Hakenkreuzflaggen, gegebenenfalls mit Beizeichen. Die Standarten ahmten die römischen Vexilla nach. Auszeichnungen der NSDAP waren u. a. das "Goldene Parteiabzeichen" für Parteigenossen mit einer Mitgliedernummer unter 100.000, der "Blutorden" und Erinnerungsplaketten für Parteiveranstaltungen.

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Brockhaus/ wissen.de-Redaktion
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