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2 DM pro Nacht

Einbruch der Tourismusbranche

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Auch die Reichsbahn spürte die Auswirkungen der Währungsreform. Weil das Geld plötzlich knapp geworden war, blieben die Züge leer. Sie verkündete daraufhin drastische Tarifsenkungen. Der Preis für Fernfahrkarten wurde um 25 %, der für Gesellschaftsfahrten um bis zu 50% gesenkt. Gleichzeitig wurde auch der Komfort der Reisezüge deutlich verbessert. Auf einigen Strecken setzte die Mitropa wieder Speise- und Schlafwagen ein.

Urlaub auf Balkonien

Kurverwaltungen und Reisebüros entschlossen sich nach der Währungsreform, bei den Deutschen wieder die Reiselust zu wecken. Große Reklameaktionen wurden gestartet und ungewöhnliche Billigangebote offeriert. So konnte man mitunter in den besten Hotels ein feudales Schlafgemach schon für 2 DM pro Nacht mieten! Trotzdem blieben im Sommer 1948 die meisten Deutschen während ihres Urlaubs zu Hause. Sie suchten an den nahen Ufern von Flüssen und Seen Erholung oder verbrachten die Ferien ganz einfach auf dem heimischen Balkon. Die Ausnahme: Deutschlands Kur- und Urlaubsorte wie z. B. Berchtesgaden oder Westerland auf Sylt, konnten sich dennoch über fehlende Gäste zunächst nicht beklagen. Neben einigen wenigen Gutsituierten waren es jedoch vor allem Schwarzhändler und Großschieber, die Hotels und Pensionen bevölkerten.

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